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Die Kunst des „kleinen Gesprächs“

Vor Kurzem war ich mit bei Freunden zu einer kleinen Grillfeier eingeladen. Dort war auch ein mir bekannter Mensch zugegen, der sich im Laufe des Abends allerdings nur sehr begrenzt mitgeteilt hat und eigentlich die meiste Zeit recht zurückhaltend war. Ich habe ihn am Ende des Abends gefragt, was mit ihm losgewesen sei und bekam als Antwort, dass einige der Anwesenden für ihn unbekannt waren und er nicht wusste, was er mit ihnen hätte reden können.

Vielleicht kennst Du das. Eine typische Situation, in der Smalltalk „gefordert“ ist. Und wenn man keinen richtigen Einstieg in diese Art des Gesprächs findet, dann kann es sich sehr unangenehm anfühlen und ein solcher Abend wird unendlich lang. Auch im Berufsleben ist Small Talk oftmals hilfreich, denn reines Fachwissen reicht oftmals nicht aus, um im Kollegen- oder Kundenkreis zu bestehen. Ein offenes Gespräch zeugt dabei von sozialer Kompetenz und zeigt dem Gegenüber, dass man sich für ihn interessiert.

Und als kleine Nebenbemerkung: Vor einiger Zeit schrieb ich hier von der Erweiterung der eigenen Komfortzone. Auch ein direktes Zugehen auf unbekannte Menschen, kann die eigene Komfortzone gehörig erweitern und man wächst daran. Und es braucht nur einen kleinen Schritt, eine kleine Zutat, um das lockere Gespräch zu beginnen: Interesse am anderen Menschen und am Gesprächsthema.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf, leg Dir doch einfach ein paar Hauptthemen zurecht, die Dich wirklich interessieren. Mit ein bisschen Vorbereitung und diesen Standardrepertoire bist Du wunderbar ausgerüstet, um ab sofort mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Es ist ganz einfach. Such Dir einen Gesprächspartner und leg einfach los. Beginne mit einem leichten Thema und schau, wie sich das Gespräch entwickelt. Und lass Dich dabei nicht ablenken von möglichen Stimmen im Kopf, die Dir einreden wollen, dass Du gar keinen Small Talk kannst. Lass Dich nicht von Dir selbst aus dem Konzept bringen, sondern akzeptiere und erkenne diese Ängste im Kopf als absurde Hirngespinste und nicht als Tatsachen. Konzentrier Dich auf Dein Interesse an der Situation und an Deinem Gegenüber und lass die blöden Gedanken einfach verschwinden.

Und wenn Du Dir dann evtl noch einredest, dass Dein Small Talk oberflächlich ist, dann bist Du auf einem guten Wege, denn letztendlich ist Small relativ einfach und bleibt an der Oberfläche. Aus genau diesem Grund machst Du doch Small Talk! Also bist Du doch auf einem sehr guten Weg 🙂