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Kleiner Adventskalender der Wahrnehmung: 18. Dezember – Lebensraum

Ich schreibe diesen Artikel auf einer Fahrt nach Lübeck. Ich sitze im RegionalExpress, umringt von Kindern, Senioren, panisch Sitzplatz-Suchern, bisher läuft alles glatt trotz Winter-Wetter.

Und jetzt entdecke ich etwas total unerwartetes: neben mir am Fensterrand krabbelt ein kleiner Marienkäfer, rot, Schwarze Punkte und scheinbar mopsfidel. Toll! Natürlich stellt ein solcher Zug einen guten Aufenthaltsort im Winter dar, oft beheizt, Futter findet man evtl auch noch weil irgendwo Kekskrümel herumliegen (mögen Marienkäfer überhaupt Kekse?) und man kommt in der Welt herum (wenngleich ich schätze, dass ein Marienkäfer kaum den Unterschied zwischen Hamburg und Lübeck bemerken wird)

Damit komme ich aber auch schon zu meiner heutigen Wahrnehmungsidee: halte heute einmal Ausschau nach ungewöhnlichen Lebensräumen. Natürlich ist es im Winter kalt, da wird es nicht ganz so einfach sein, aber wenn du genau hinschaust, dann wirst du viele Reviere und Lebensräume entdecken. Und wenn du keine benutzten findest, dann überlege dir zumindest einmal, was in deiner Umgebung als Lebensraum dienen kann. Und frage dich einmal, wie man sich dort wohl fühlt, worauf man achten muss, welche Vorteile dieser Platz bietet. Viel Spaß dabei!