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Kleiner Adventskalender der Wahrnehmung: 19. Dezember – Denglish

In letzter zeit fahre ich scheinbar viel mit der Bahn, und jedesmal lasse ich mich dort inspirieren zu meinen Artikel… Auch diese Idee ist mir bei einer Zugfahrt in den Kopf gekommen, wenn auch viele andere Ort das Potenzial hätten, solch Situation zu erleben:
Ich sitze also an diesem Vierertisch im Großraum Abteil und zu mir gesellt sich eine Gruppe von Software Entwicklern. Alle arbeiten scheinbar in der selben Firma und sind auf dem Weg zu einem Meeting nach Berlin. So weit, so gut.

Die drei Herren beginnen also zu fachsimpeln: über Interfaces, Roll Outs, Releases, und so geht es die ganze Zeit. Irgendwie ein total putziges Gespräch, zumindest für Außenstehende…

Und das führt mich zur heutigen Wahrnehmungsübung: nehmt heute mal in all euren Kommunikationen und Gesprächen den Einsatz von Fachvokabular, Lehnwörtern und „Denglish“ wahr. Es gibt so viele Wörter, die wir benutzen, die eigentlich nicht in unsere Muttersprache gehören (welche Muttersprache auch immer die Deine sein mag). Es ist sehr spannend, dies einmal zu beobachten.

Es geht mir hier nicht darum, wie in einigen anderen Ländern, pingelig auf Original-Wörter zu achten, es geht mir vielmehr darum, wie einfach wir es uns oftmals machen und dann plötzlich ohne nachzudenken ein Wort aus einem anderen Sprachschatz auswählen. Selbstverständlich gibt es auch Branchen, in denen englisches Fachvokabular fast nicht wegzudenken oder zu ersetzen ist, umso spannender ist es, sich zu fragen, wie sich diese Tendenz so entwickeln konnte.

Geniess Deinen Tag!