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Prüferlehrgang Iaido und das Feedback-Sandwich

Dieses Wochenende findet bei mir im Dojo ein Lehrgang für Iaido-Prüfer statt. Danprüfungen werden mehrmals im Jahr innerhalb unseres Verbandes durchgeführt und Iaidoka ab dem 4. Dan können sich als Prüfer einsetzen lassen, wenn sie denn an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen haben. Und dieses Wochenende findet eine solche bei uns in Hamburg statt.

Es war ein sehr spannender Lehrgang, denn es ging zwischenzeitlich auch um die Frage, wie ich als Prüfer an diese Situation herangehen soll. Soll ich schauen, ob und wieviele Fehler ich finde? Oder soll ich lieber schauen, welche positiven Aspekte mir in der Prüfung auffallen? Stärke ich Stärken oder schwäche ich Schwächen? Wo sollte ich den Fokus hinlenken?

Ich finde diese Frage recht interessant, denn sie stellt sich auch jedesmal, wenn ich selbst unterrichte: Wieviel Kritik darf ich bringen, ab wann verliert mein Gegenüber das Interesse, wird demotiviert? Bin ich nicht eigentlich dafür verantwortlich, meinem Gegenüber gute Gefühle zu bescheren?

Ich verwende in solchen Momenten gern das „Feedback-Sandwich“: Ich starte mit einer positiven Rückmeldung, gefolgt von einem Teil das verbesserungsfähig ist, und wieder gefolgt von einen positiven Hinweis. So habe ich die Möglichkeit, meine Kritik anzubringen, vermittel dabei aber keinen negativen Beigeschmack. Mein Gegenüber ist dadurch in der Lage, sich zu verbessern, aber auch angespornt, weil ich positive Aspekte aufzeige.

Dieser Ansatz ist nicht nur im Training sinnvoll. Auch im Alltag kann man sich gut einmal Gedanken darüber machen, wie die eigenen Formulierungen beim Gegenüber ankommen. Denken Sie einmal drüber nach…